Es ist sicher, dass das heutige Äthiopien die Wiege der Menschheit ist. Das Zeugnis dieser Epoche kann man an den Wänden der Höhlen sehen. Auf diesem Land bildete sich die große ethnische und sprachliche Vielfalt heraus. Vor Jahrhunderten lebten einige Stämme am Ufer des Flusses Omo, die anderen am Ufer des Surmas. Auch heute leben sie noch von der Tierhaltung, der Schäferlebensweise oder von der Landwirtschaft. Es ist sehr schwierig sie eindeutig zu charakterisieren. Man muss das einfach sehen.

Weiterlesen: Omo Tal

Der Großteil von Äthiopien wird vom Hochland eingenommen. Das Plateau erstreckt sich von 2000m bis zu 3000m ü NN. Im Norden und im Zentrum des Landes befinden sich 25 Gipfel, die über bale4000 m hoch sind. Diese Lage gab Äthiopien den Beinamen „das Dach Afrikas” und liefert sowohl wunderbare Ausblicke als auch Eindrücke. Der höchste Berg heißt Ras Dashen und ist 4630m hoch. Das ist der vierthöchste Berg auf dem afrikanischen Kontinent.

Dieser dramatische Rundblick ist ein Ergebnis der Erosion der Basaltlava, dessen Stärke auf ca.3000m geschätzt wurde. Im Semien Gebirge kann man seltene Tierarten antreffen, wie z.B. Walia Steinbock, Semien Fuchs und Gelada Affen. Auf die Entdecker warten auch endemische Vögel und Pflanzen.

Weiterlesen: Trekking auf dem Dach Afrikas

Die Geschichte Äthiopiens begann mit der Geschichte unserer Urahnin - Lucy. Sie lebte vor 3,2 Milionen Jahren in Hadar, im Tal, das heute Tal Awash genannt wird. Ihr Skelett wurde 1974 gefunden. Die wissenschaftliche Bezeichnung Lucys ist Australopithecus afarensis. Das erste Wort bedeutet "menschenähnlicher Affe aus dem Süden", das zweite bedeutet, dass sie in der Region Afar gefunden wurde. Die Äthiopier nennen sie "Dingnsh" , das bedeutet "die Schöne". Nur die Hälfte des Skeletts wurde gefunden. Wahrscheinlich lebte Lucy ca. 20 Jahren, sie wog 30 Kilogramm und war einen Meter groß. Ihr Skelett kann man im National Museum in Addis Abeba sehen und auch eine Kopie von Lucy, die aus Kunststoff hergestellt wurde.

Weiterlesen: Archäolgie

Von Äthiopien lässt sich sagen, dass es ein Paradies für Ornithologen ist. 1971 wurde die Zahl der hier lebenden Gattungen auf 827 geschätzt. Heute schätzt man sie auf 850, davon sind 16 einheimisch. Vergleichbarer Zahlen kann sich in Afrika nur Tansania und die Republik Südafrika rühmen. Die letzte einheimische Gattung wurde 1992 auf dem Terrain des Nechisar-Nationalparks entdeckt.

Weiterlesen: Vogelbeobchtung